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Quali-Platz 1 geht jeweils an Japan

Drei heimische Kletter-Asse haben es beim IFSC Climbing World Cup Innsbruck 2022 ins Boulder-Halbfinale geschafft.

Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck), Jessica Pilz (ÖAV Haag) und Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) kämpfen am Donnerstag (Herren) und Freitag (Damen) um den Finaleinzug. Auch der einsetzende Regen konnte der großartigen Stimmung im Kletterzentrum Innsbruck keinen Strich durch die Rechnung machen.

235 AthletInnen (98 Damen, 137 Herren) nahmen am Mittwoch bei wechselnden Wetterbedingungen die Boulder-Qualifikation in Angriff. Über sieben Stunden lang kämpften die besten Kletter-Asse der Welt mit den Boulder-Problemen. Nur die besten 40 (20 Damen, 20 Herren) schafften es in das Semifinale, darunter waren drei KVÖ-AthletInnen.

Jakob Schubert holte auf allen fünf Bouldern das Top und zog als Dritter seiner Gruppe souverän ins Halbfinale am Donnerstag ein. Der Olympia-Bronzemedaillengewinner in der Kombination schaffte damit zum vierten Mal in Folge den Einzug ins Semifinale. „Im Bouldern konstant vorne dabei zu sein, war vor der Saison mein Ziel – das ist in Richtung Olympische Spiele 2024 sehr wichtig. Mit dem vierten Halbfinale in Folge ist mir das gut gelungen“, freute sich der 31-jährige Innsbrucker. „Ich habe gerade einen guten Lauf, es macht gerade viel Spaß. Mir hilft es immer, wenn mehrere Bewerbe hintereinander anstehen. Zweimal Salt Lake City, dann Brixen, jetzt Innsbruck. Es geht gut von der Hand, so will ich weitermachen, am besten gleich im Halbfinale.“

15-jähriger Wiener mit Talentprobe

Das Halbfinale der Herren steht am Donnerstag um 13 Uhr auf dem Programm, das Finale der Top-6 folgt um 19:45 Uhr (beides live auf ORF Sport+). Schubert hält dabei die rot-weiß-rote Fahne hoch, da die restlichen Athleten nicht vom Glück verfolgt waren: Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck) holte drei Tops und fünf Zonen und verpasste als Elfter seiner Gruppe nur aufgrund der höheren Anzahl an Versuchen den Semifinal-Einzug. „Es war eine gute Performance, deswegen bin ich trotzdem zufrieden. Einen Boulder habe ich leichtfertig aus der Hand gegeben. Oftmals machen Kleinigkeiten den Unterschied aus, und die waren heute nicht auf meiner Seite. Mich freut es aber, dass ich gut an der Spitze mitklettern und zeigen kann, was ich draufhabe“, so der 24-jährige Tiroler. „Für mich war es unfassbar cool, vor so einer Kulisse zu klettern, auch wenn es im Hintergrund hektischer war, als es bei anderen Weltcups der Fall war.“ 

Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.) erreichte zwei Tops und vier Zonen und verpasste als 39. das Semifinale. Der 15-jährige Wiener Ilja Auersperg (AV Gebirgsverein) legte mit zwei Tops eine Talentprobe ab und holte bei seinem Weltcup-Debüt Rang 35. David Zinsler (NFÖ Wien) belegte mit einem Top und zwei Zonen Platz 91, Maximilian Lenz (ÖAV Wolfsberg) mit einem Top und zwei Zonen Position 101. Florian Klingler (ÖAV Innsbruck) und Lawrence Bogeschdorfer (NFÖ Vöcklabruck) landeten an der 109. Stelle.

Zwei KVÖ-Damen im Halbfinale

Bei den Damen konnten sich gleich zwei Österreicherinnen in den Top-20 platzieren. Jessica Pilz zeigte eine starke Runde und belegte mit fünf Tops Rang sechs in ihrer Quali-Gruppe. Vier Boulder konnte sie im Flash, also beim ersten Versuch, lösen. „Es ist von Beginn an super gelaufen, vier Flashs schafft man nicht alle Tage. Einzig beim dritten Boulder hatte ich etwas zu kämpfen, aber mit der Performance kann ich sehr zufrieden sein. Die nächsten Tage werden anstrengend, ich bin bereit dafür.“

Für Franziska Sterrer lief es mit vier Tops und fünf Zonen ebenfalls gut, sie schaffte es als Achte ihrer Gruppe ins Halbfinale. „Ohne mich am Ergebnis zu orientieren, denke ich, dass ich heute gut geklettert bin. Ich hatte definitiv schon bessere Quali-Runden, aber ich habe das Beste rausgeholt. Das Feld ist stark und dicht und ich merke die letzten Wettkämpfe - sowohl mental als auch körperlich. Nichtsdestotrotz will ich im Semifinale nochmal alles rausholen, was noch in mir steckt und eine super Runde klettern. Ich freue mich darauf, zu Hause zu zeigen, was ich kann“, sagte die 23-jährige Oberösterreicherin, die damit in allen sechs Boulder-Weltcups dieser Saison das Semifinale erreichen konnte: „Das freut mich besonders, weil es ein großes Ziel war!“

Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) holte mit zwei Tops und drei Zonen Platz 57. Aufzeigen konnte die erst 17-jährige Vorarlbergerin Lea Kempf (ÖAV Egg) mit zwei Tops, sie landete auf Position 59. Lena Schrittwieser (NFÖ Mürzzuschlag) belegte mit zwei Zonen Rang 79.

Der Quali-Sieg ging bei den Damen an Futaba Ito (JPN) und Stasa Gejo (SRB). Das Semifinale der Damen folgt am Freitag ab 13 und ist live auf ORF Sport+ zu sehen.

Am heutigen Mittwoch steht um 18 Uhr (live auf ORF Sport+) das Paraclimbing-Finale auf dem Programm.

Alle Ergebnisse gibt es HIER!

IFSC Climbing World Cup + European Cup Innsbruck 2022

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